Wahlweise - Wahlkampf macht Spaß.
Dass Wahlkampf Spaß macht, behauptet zumindest SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier. Und zwar in dem am Sonntagabend von RTL ausgestrahlten Townhall-Meeting, was unabhängig des windschnittigen Titels letztlich eine Bürgerfragestunde war.
„Die Menschen kommen zuhauf und sind neugierig auf das, was wir vorzuschlagen haben“, so der Vizekanzler zum Wahlkampf.
„Vorzuschlagen haben“ kann zum Beispiel so aussehen: Hertie schließt. Und Herr Rose, Gast der Sendung, war bis dato 30 Jahre dabei, wird nun arbeitslos. Der SPD-Kanzlerkandidat reagiert: „Das ist ’ne Zäsur. Wenn man Kinder hat, ist die Verantwortung noch ein bisschen größer [ … ]. Ich fahr’ an vielen Kaufhäusern von Hertie vorbei, wo es jetzt morgens dunkel sein wird.“ Dann kommt das, worauf laut Steinmeier die Menschen neugierig sind – auf das, was die Politiker vorzuschlagen habe. Und da geht der Kanzlerkandidat auf’s Ganze, gibt Butter bei die Fische, zeigt, wo Bartels den Most holt: „Sie können gut mit Kunden umgehen, da wünsche ich ihnen viel Kraft. Und mit Mitte 40 da geht ja noch was. Rücken sie den Mitarbeitern der Arbeitsagentur auf die Pelle.“
Hatten im Mai bei entsprechender Produktion mit der Perle aus der Uckermark Angela Merkel schon nur sehr überschaubare 1,55 Millionen Zuschauer eingeschaltet, so holte Frank-Walter Steinmeier am Sonntag sogar nur 810.000 Zuschauer vor den Bildschirm. Der deutlich niedrigere Wert lag sicher an der durch die Urlaubszeit ohnehin schwachen TV-Nutzung und der Leichtathletik-WM. Doch damit lassen sich die niedrigeren Werte nur zum Teil erklären. Egal ob Merkel oder Steinmeier - die Menschen sind, unabhängig der Partei, offensichtlich entweder oberflächlich desinteressiert oder einfach müde. Und das wohl mit gutem Grund. Der Marktanteil lag mit 4,0 Prozent beim Gesamtpublikum auf einem katastrophalen Niveau.
Zum einen sind die Menschen wohl doch nicht so neugierig. Zum anderen kann man froh sein, dass nicht mehr Interessierte die blassen, unnötigen Auslassungen verfolgt haben.
Vorschlag: Der Wahlkampf fällt aus wegen Belanglosigkeit, Orientierungslosigkeit und Beliebigkeit.
Eigentlich schade drum.
„Die Menschen kommen zuhauf und sind neugierig auf das, was wir vorzuschlagen haben“, so der Vizekanzler zum Wahlkampf.
„Vorzuschlagen haben“ kann zum Beispiel so aussehen: Hertie schließt. Und Herr Rose, Gast der Sendung, war bis dato 30 Jahre dabei, wird nun arbeitslos. Der SPD-Kanzlerkandidat reagiert: „Das ist ’ne Zäsur. Wenn man Kinder hat, ist die Verantwortung noch ein bisschen größer [ … ]. Ich fahr’ an vielen Kaufhäusern von Hertie vorbei, wo es jetzt morgens dunkel sein wird.“ Dann kommt das, worauf laut Steinmeier die Menschen neugierig sind – auf das, was die Politiker vorzuschlagen habe. Und da geht der Kanzlerkandidat auf’s Ganze, gibt Butter bei die Fische, zeigt, wo Bartels den Most holt: „Sie können gut mit Kunden umgehen, da wünsche ich ihnen viel Kraft. Und mit Mitte 40 da geht ja noch was. Rücken sie den Mitarbeitern der Arbeitsagentur auf die Pelle.“
Hatten im Mai bei entsprechender Produktion mit der Perle aus der Uckermark Angela Merkel schon nur sehr überschaubare 1,55 Millionen Zuschauer eingeschaltet, so holte Frank-Walter Steinmeier am Sonntag sogar nur 810.000 Zuschauer vor den Bildschirm. Der deutlich niedrigere Wert lag sicher an der durch die Urlaubszeit ohnehin schwachen TV-Nutzung und der Leichtathletik-WM. Doch damit lassen sich die niedrigeren Werte nur zum Teil erklären. Egal ob Merkel oder Steinmeier - die Menschen sind, unabhängig der Partei, offensichtlich entweder oberflächlich desinteressiert oder einfach müde. Und das wohl mit gutem Grund. Der Marktanteil lag mit 4,0 Prozent beim Gesamtpublikum auf einem katastrophalen Niveau.
Zum einen sind die Menschen wohl doch nicht so neugierig. Zum anderen kann man froh sein, dass nicht mehr Interessierte die blassen, unnötigen Auslassungen verfolgt haben.
Vorschlag: Der Wahlkampf fällt aus wegen Belanglosigkeit, Orientierungslosigkeit und Beliebigkeit.
Eigentlich schade drum.
Clooney - 18. Aug, 01:29
