Stichtag
So. Da ist es nun also - das Nichtraucherschutzgesetz. Ab heute darf in Niedersachsen in allen öffentlichen Einrichtungen nicht mehr geraucht werden. Was in Krankenhäusern, Kindertagesstätten und Hallenbädern selbstverständlich sein sollte, für Hochschulen und Amtsstuben nachvollziehbar ist, gilt allerdings auch für Gaststätten und Diskotheken.
Mein lieber Herr Gesangsverein, da könnt ihr euch ja auf die Schultern klopfen, ihr politisch-korrekten Saubermänner und verbissenen Extrem-Lebensplaner. Da schmeckt die nächste Apfelschorle, die ihr euch mal nach dem Volkshochschulkurs gönnt, bestimmt noch mal so gut. Denn mal ehrlich: Ihr seid vermutlich nicht die Sorte Mensch, die sich regelmäßig mit Freunden auf ein Bier in der Stammkneipe trifft, leidenschaftlich diskutierend und philosophierend, die oft und gerne gut Essen geht und schlemmt, bis die Schwarte kracht. Auch seid ihr es vermutlich nicht, die dem Zweifel und der Mutlosigkeit mit einer Flasche Wein und einem passablen Streit um Kunst und Musik in einem Club den Garaus macht. Und schon gar nicht seid ihr es, die die eigene Trostlosigkeit in der Eckkneipe zu vergessen sucht.
Ein Hundsfott, der sich jetzt reflexartig zu militanten Schlammschlachten für und wider das Rauchen in Stellung bringt. Rauchen ist ungesund, viele Menschen fühlen sich durch Rauch belästigt, Rücksichtnahme ist angesagt. Geschenkt.
Aber es geht eben auch um Kultur, um Lebenslust und um die viel strapazierte Freiheit. Die Freiheit, sich als Mensch mit Gleichgesinnten zu treffen. Die Freiheit, sich als Gast dort aufzuhalten, wo man sich wohl fühlt. Und vor allem die Freiheit, als Wirt seinen eigenen gastronomischen Betrieb so zu gestalten, dass man die Gäste hat, die man haben möchte.
Ach, wird das gemütlich, wenn wir, zitternd vor Kälte, aber zahlreich, mit ironischem Trotz und froher Ausgelassenheit vor der Kneipe stehen, um eine zu rauchen.
Übrigens, ihr Fanatiker und Puritaner: Ich hoffe, ihr lasst morgen euren Wagen stehen. Sonst sprechen wir mal über das "Passivrauchen" von Autoabgasen.
Ich bin polemisch? Na, da wird sich doch gesetzlich was machen lassen.
Mein lieber Herr Gesangsverein, da könnt ihr euch ja auf die Schultern klopfen, ihr politisch-korrekten Saubermänner und verbissenen Extrem-Lebensplaner. Da schmeckt die nächste Apfelschorle, die ihr euch mal nach dem Volkshochschulkurs gönnt, bestimmt noch mal so gut. Denn mal ehrlich: Ihr seid vermutlich nicht die Sorte Mensch, die sich regelmäßig mit Freunden auf ein Bier in der Stammkneipe trifft, leidenschaftlich diskutierend und philosophierend, die oft und gerne gut Essen geht und schlemmt, bis die Schwarte kracht. Auch seid ihr es vermutlich nicht, die dem Zweifel und der Mutlosigkeit mit einer Flasche Wein und einem passablen Streit um Kunst und Musik in einem Club den Garaus macht. Und schon gar nicht seid ihr es, die die eigene Trostlosigkeit in der Eckkneipe zu vergessen sucht.
Ein Hundsfott, der sich jetzt reflexartig zu militanten Schlammschlachten für und wider das Rauchen in Stellung bringt. Rauchen ist ungesund, viele Menschen fühlen sich durch Rauch belästigt, Rücksichtnahme ist angesagt. Geschenkt.
Aber es geht eben auch um Kultur, um Lebenslust und um die viel strapazierte Freiheit. Die Freiheit, sich als Mensch mit Gleichgesinnten zu treffen. Die Freiheit, sich als Gast dort aufzuhalten, wo man sich wohl fühlt. Und vor allem die Freiheit, als Wirt seinen eigenen gastronomischen Betrieb so zu gestalten, dass man die Gäste hat, die man haben möchte.
Ach, wird das gemütlich, wenn wir, zitternd vor Kälte, aber zahlreich, mit ironischem Trotz und froher Ausgelassenheit vor der Kneipe stehen, um eine zu rauchen.
Übrigens, ihr Fanatiker und Puritaner: Ich hoffe, ihr lasst morgen euren Wagen stehen. Sonst sprechen wir mal über das "Passivrauchen" von Autoabgasen.
Ich bin polemisch? Na, da wird sich doch gesetzlich was machen lassen.
Clooney - 1. Aug, 19:48
