Blog.Basta.
Mit dieser Überschrift beginne ich meinen ersten Eintrag in diesem Jahr. Es sollen und werden viele Weitere folgen. Allerdings nicht in der bekannten Form. Dieses Blog wird sich ändern.
Was vor einigen Jahren als feuilletonistisches Portfolio begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit immer mehr zur Reste-Rampe meiner medienpolitischen und medienkritischen Texte. Aufsätze, Bemerkungen und Kommentare zum Geschehen vornehmlich der unterhaltenden Fernsehlandschaft, die andernorts nicht veröffentlicht wurden.
Mag es dem Strukturwandel der Medienkultur oder einer thematischen Müdigkeit geschuldet sein - meine Leidenschaft, inhaltliche Schandtaten, programmatische Husarenstücke oder medienpolitische Fehlentscheidungen zu kommentieren ist erloschen.
Der Kritik immanent ist die, vielleicht naive, Vorstellung, auf etwas aufmerksam zu machen, gleichsam zur Diskussion zu stellen und im besten Fall zu einer positven Veränderung anzuregen. Wenn man stattdessen merkt, dass verkrustete Strukturen und ein gesellschaftlicher Mainstream sich immer breitere Räume bahnen, kämpft man gegen Windmühlen. Zum Don Quixote eigne ich mich aber nicht.
Wie in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen, hat sich auch in der Fernseh- und Verlagslandschaft einiges geändert. Ähnlich der Politik herrschen Schubladendenken, Massenkompatiblität und Populismus vor Inhalt, Individualität, Leidenschaft, Ecken und Kanten. Lautstärke und Macht werden als Meinung und Haltung verkauft. Aufdringlichkeit mit Stil verwechselt. Trotz eines Überangebots an Informationen wird der immer gleiche Dreck verkauft. Und gefressen. Der Boulevard wird zum Spaziergang. Blut und Hoden. Viel laue Luft. Des Kaisers neue Kleider. Und keiner ruft: "Der hat ja gar nichts an!".
Die Notizen aus der Provinz werden sich wieder dem zuwenden, was ihr eigentlicher Gegenstand war: Musik, Menschen, und ja, auch Medien. Allerdings in etwas anderer Form. Auf den Seitenstraßen, in der Dämmerung, aus der zweiten Reihe, mit einem leisen Pfeifen. Subjektiv, ästhetisch, ironisch. Das Kleine betrachtend, abseits des Lauten und Marktschreierischen. Eben wieder ein feuilletonistisches Portfolio.
Ich danke an dieser Stelle den vielen Lesern dieses Blogs (die zahlreicher waren, als ich zu Beginn gehofft hatte). Möglicherweise wird der ein oder andere die Notizen neu entdecken. Ich würde mich freuen.
Was vor einigen Jahren als feuilletonistisches Portfolio begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit immer mehr zur Reste-Rampe meiner medienpolitischen und medienkritischen Texte. Aufsätze, Bemerkungen und Kommentare zum Geschehen vornehmlich der unterhaltenden Fernsehlandschaft, die andernorts nicht veröffentlicht wurden.
Mag es dem Strukturwandel der Medienkultur oder einer thematischen Müdigkeit geschuldet sein - meine Leidenschaft, inhaltliche Schandtaten, programmatische Husarenstücke oder medienpolitische Fehlentscheidungen zu kommentieren ist erloschen.
Der Kritik immanent ist die, vielleicht naive, Vorstellung, auf etwas aufmerksam zu machen, gleichsam zur Diskussion zu stellen und im besten Fall zu einer positven Veränderung anzuregen. Wenn man stattdessen merkt, dass verkrustete Strukturen und ein gesellschaftlicher Mainstream sich immer breitere Räume bahnen, kämpft man gegen Windmühlen. Zum Don Quixote eigne ich mich aber nicht.
Wie in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen, hat sich auch in der Fernseh- und Verlagslandschaft einiges geändert. Ähnlich der Politik herrschen Schubladendenken, Massenkompatiblität und Populismus vor Inhalt, Individualität, Leidenschaft, Ecken und Kanten. Lautstärke und Macht werden als Meinung und Haltung verkauft. Aufdringlichkeit mit Stil verwechselt. Trotz eines Überangebots an Informationen wird der immer gleiche Dreck verkauft. Und gefressen. Der Boulevard wird zum Spaziergang. Blut und Hoden. Viel laue Luft. Des Kaisers neue Kleider. Und keiner ruft: "Der hat ja gar nichts an!".
Die Notizen aus der Provinz werden sich wieder dem zuwenden, was ihr eigentlicher Gegenstand war: Musik, Menschen, und ja, auch Medien. Allerdings in etwas anderer Form. Auf den Seitenstraßen, in der Dämmerung, aus der zweiten Reihe, mit einem leisen Pfeifen. Subjektiv, ästhetisch, ironisch. Das Kleine betrachtend, abseits des Lauten und Marktschreierischen. Eben wieder ein feuilletonistisches Portfolio.
Ich danke an dieser Stelle den vielen Lesern dieses Blogs (die zahlreicher waren, als ich zu Beginn gehofft hatte). Möglicherweise wird der ein oder andere die Notizen neu entdecken. Ich würde mich freuen.
Clooney - 18. Feb, 00:48
